Künstliche Beatmung


Schonende Methode im Test
Künstliche Beatmung

Operationen, die unter Vollnarkose ablaufen, erfordern grundsätzlich eine künstliche Beatmung. Eine schonende Methode mit flachem Atemzug und niedrigem Ausatemdruck erweist sich laut einer aktuellen Studie als besonders sicher.

Bislang galten bei der künstlichen Beatmung hohe Drücke als oberstes Gebot. Sie sollten die Lunge offenhalten, eine ausreichende Sauerstoffversorgung gewährleisten und für optimale Druckverhältnisse in den Atemwegen sorgen. Entsprechend erhielten Patienten eine künstliche Beatmung mit tiefen Atemzügen und einem Ausatemdruck von etwa drei bis zwölf Zentimeter Wassersäule (Maßeinheit für Drücke). Unter diesen Bedingungen kam es mitunter zu Lungenkomplikationen und Atembeschwerden.

PROVHILO Studie setzt Maßstäbe für die künstliche Beatmung

Im Rahmen der PROVHILO-Studie erprobten Anästhesisten und Intensivmediziner in Europa, Nord- und Südamerika eine schonendere Methode. Von 900 Patienten, die sich einer Bauchraumoperation unterzogen, erhielten 447 eine künstliche Beatmung mit ca. 12 Zentimeter Wassersäule Ausatemdruck, die übrigen 453 Patienten eine mit null bis zwei Zentimetern. Laut Studienergebnis genügten die niedrigeren Drücke bereits vollkommen für eine optimale Sauerstoffversorgung. Mehr noch: Sie minimierten sogar das Risiko für Kreislauf- und Lungenkomplikationen vor und während der Operation.

Schonende Methode mit Zukunft

„Die Studie zeigt, dass die bislang gängige Praxis neu überdacht werden muss und ein höherer Beatmungsdruck nicht zwangsweise einen positiven Effekt hat“, erklärt Prof. Dr. med. Thea Koch, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Ausgehend von dieser Erkenntnis wollen die Forscher ihr Wissen weiter ausbauen. Zukünftige Studien sollen die Auswirkungen von Beatmungsdrücken bei Operationen am Brustkorb sowie bei übergewichtigen Personen beleuchten. „Jede neue Erkenntnis ist wertvoll und wird die Forschung auf diesem Gebiet weiter vorantreiben“, meint Prof. Dr. Hugo Van Aken, Generalsekretär der DGAI.

Unser starker Partner

News

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Marien Apotheke
Inhaber Hubertus Mayr
Telefon 08203/95 28 09
E-Mail marienapotheke-grossaitingen@t-online.de