Wer jünger aussieht, ist gesünder


Augen, Ohren, Knochen fitter
Wer jünger aussieht, ist gesünder
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Menschen, die jünger aussehen, als sie an Jahren zählen, sind auch gesundheitlich Glückskinder. Denn sie leiden offenbar seltener an altersbedingten Erkrankungen und sind länger geistig fit.

Natürlich jung geblieben

Jugend steht für Attraktivität und Gesundheit. Kein Wunder, dass viele Menschen einiges dafür (aus)geben, um jünger auszusehen. Eine künstliche Verjüngung hält den Lauf der Zeit jedoch nur äußerlich und meist zeitlich höchst begrenzt auf.

Anders ist das bei den Menschen, denen man ihr fortgeschrittenes Alter von Natur aus nicht ansieht. Sie dürfen sich nicht nur über eine höhere Attraktivität freuen. Sie sind auch gesünder als ihre Altersgenoss*innen mit altersentsprechendem Aussehen.

Risiko für Osteoporse und Hörverlust sinkt

Das ist zumindest das Ergebnis einer holländischen Untersuchung. Dabei schätzte ein Team anhand von Gesichtsfotos das Alter von 2700, durchschnittlich 66 Jahre alten Personen. Dann wurde die Differenz zum jeweiligen wahren Alter berechnet und dem Gesundheitszustand gegenübergestellt.

Männer und Frauen, die fünf Jahre jünger als ihr tatsächliches Alter aussahen, hatten ein um 24% niedrigeres Risiko für Osteoporose und ein um 15% geringeres Risiko für eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Außerdem litten sie seltener an Hörverlusten oder grauem Star.

Zudem war es mit ihren kognitiven Fährigkeiten besser bestellt als bei denjenigen, deren Gesicht so alt aussah wie sie tatsächlich an Jahren zählten, schreiben die Forschenden. Keinen Zusammenhang gab es zwischen einem jüngeren Aussehen und Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen.

Faltenbildung spiegelt Telomere

Offenbar hängen kognitive Gesundheit und altersbedingte Erkrankungen mit dem Erscheinungsbild des Gesichts zusammen. Als Ursache vermuten die Autor*innen, dass vermehrt sichtbare Falten mit einer kürzeren Telomerlänge verbunden sind. Telomere sind die Schutzkappen am Ende der Chromosomen, die mit dem Altern immer kürzer werden und damit das biologische Alter spiegeln.

Quelle: SpringerMedizin

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